Themenwelt Flucht und Migration

Foto: Julia Halsinger, STERNENFISCHER Freiwilligenzentrum

Begegnung und Teilhabe ermöglichen: Das Engagement für, mit und von geflüchteten Menschen gestalten

Seit September 2015 ist vieles anders: Die historische Dimension der Migration wird immer sichtbarer. Unsere Gesellschaft verändert sich und wird vielfältiger. Nachdem zunächst vor allem Nothilfe, Erstversorgung und Willkommenskultur für die geflüchteten Menschen im Vordergrund standen, hat sich nun der Fokus auf die gesellschaftliche Teilhabe und Integrationskultur erweitert; für Letzteres ist Engagement eine zentrale Ressource. Denn es schafft den Rahmen, in dem Menschen sich als selbstbestimmte Akteure begegnen, zusammen lernen und gemeinsam Gesellschaft gestalten können.

Freiwilligenagenturen sind auch hier oft mittendrin dabei. Das bedeutet für jede Agentur, Moderatorin, Themenanwältin, Impulsgeberin, Entwicklerin und Ermöglicherin zu sein. Was braucht es dabei an Know-how, Ressourcen und Haltung, um das Engagement für, mit und von geflüchteten Menschen zu gestalten? Was gelingt bereits, was muss weiterentwickelt und was verstetigt werden? Und wie gelingt es, dieses Feld, das nun wieder von aktuellen Herausforderungen wie der Corona-Pandemie überlagert wurde, lebendig zu halten?

Die hier präsentierten Inhalte bauen auf auf den Erfahrungen und Texten des Projektes „Informieren, Vernetzen und Koordinieren: Freiwilligenagenturen in der Flüchtlingshilfe stärken“ (2016), gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und „Teilhabe durch Engagement: Das Engagement von und mit Flüchtlingen stärken – Begegnungen schaffen und Beteiligung ermöglichen“ (2016-2019), gefördert durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.  

Die bagfa spricht grundsätzlich alle Menschen als engagierte Bürger:innen an. Nur wenn es die Erfahrung einer Flucht und des Ankommens in Deutschland notwendig macht, eine Differenzierung vorzunehmen, sprechen wir von „Menschen mit Fluchterfahrung“ oder „Geflüchteten“. Für die Auseinandersetzung mit Zuschreibungen über Sprache empfehlen wir das Diskussionspapier „Wider den Begriff ‚Flüchtling‘“ der Heinrich-Böll-Stiftung.

Die Aktualisierung und Erweiterung der Texte hat Gabi Klein von der Kölner Freiwilligen Agentur e.V. übernommen.