09.12.2019

Dokumentation der bagfa-Jahrestagung 2019

vom 4. bis 6. November 2019 in Trier

Foto: Harald Tittel

Connecting people: Einfach machen, Welt retten!

Die Vielfalt des Engagements ist voller Vitalität und Energie. Menschen engagieren sich in Vereinen, Projekten, Initiativen – manchmal über Jahre, manchmal nur in einer begrenzten Aktion. Die einen suchen gemeinsam das sinnstiftende Tun, die anderen wollen einfach nur anpacken und machen, wiederum andere wollen mit einer hohen politischen Motivation die Welt verändern.

Wie das alles mit allem zusammenhängt – das war die zentrale Fragestellung der diesjährigen Jahrestagung der bagfa: „Connecting people: Einfach machen, Welt retten!“. Dafür wurde ein weiter Bogen gespannt, ausgehend von der wechselvollen Geschichte des Engagements von der Antike (Prof. Dr. Claudia Ritzi), über die Moderne und die Fragestellung „gibt es ein Engagement 4.0?“ (Prof. Dr. Paul-Stefan Roß), bis zu substanziellen Überlegungen, wie überhaupt Neues entstehen kann (Thomas Wendt).

Gleich die Welt retten, schön und gut – aber wie und mit wem eigentlich?

Wie die jüngere Geschichte des Engagements zeigt, dargeboten von Prof. Dr. Stefan-Paul Roß, muss eine Antwort lauten: mit ganz vielen unterschiedlichen Akteur/innen und Formen des Engagements. Es geht nur, so der Tenor, mit der Verbindung von Altem und Neuem.

So schnell immer neue Trends auftauchen mögen, so präsent sind noch alte Traditionen in der gegenwärtigen Engagementlandschaft. Das dienstorientierte, staatstragende klassische Ehrenamt findet sich darin ebenso wie das flexibilisierte, erlebnis-, sinnstiftungs- oder protestorientierte Engagement. Der Verein genauso wie die Initiative nebenan, das gemeinsame Handeln digital oder analog, im formellen oder informellem Rahmen. Immer zu bedenken: Oft gibt es hier auch fließende Übergänge.

Sicher aber ist, dass nicht alles spannungsfrei zueinander steht. Zu unterschiedlich sind zuweilen die Akteure und Einsatzweisen. Nur: Gerade bei der Menschheitsaufgabe Klimaschutz müssen sie zusammenfinden. Weil dabei Konkurrenzen auftauchen können, kommt hier Freiwilligenagenturen womöglich eine wichtige Rolle zu – nämlich zwischen Akteuren und Engagementformen zu moderieren, wenn sie in Konflikt kommen.

Für Freiwilligenagenturen bleibt auch die Aufgabe, für sich zu klären, ob und wo sie neue Wege gehen wollen und müssen. Blinde Flecken gehören schließlich ebenso zu jeder Organisation wie die Neigung, die Bedarfe aus dem Blick zu verlieren, wie der abschließende Hauptvortrag von Thomas Wendt von der Uni Trier anmahnte. Wer innovativ sein will, solle radikal von Nutzern ausgehen, vieles ausprobieren, statt es vorzeitig zu zerreden, und konstruktiv statt abwehrend mit Unsicherheiten umgehen.

So wurden an vielen Stellen die Pole sicht- und spürbar, zwischen denen auch Freiwilligenagenturen jonglieren und navigieren: das demokratische Potenzial des Engagements wichtig nehmen, aber nicht überidealisieren, die Vielfalt des Engagements anerkennen und fördern, aber nicht alles mitmachen; das Bewährte achten und das Neue aufgreifen und suchen – und im Kleinen die großen Herausforderungen im Blick haben.


Die bagfa-Jahrestagung 2019 in Zahlen

Über 170 Teilnehmende, 16 Workshops, sechs Stadttouren, drei Hauptvorträge, drei Veranstaltungsorte, zwei Preis- und eine QMS-Siegelverleihung sowie zwei Stifter, ein Oberbürgermeister und eine Ministerpräsidentin – und eine erstklassige Bewertung durch die Teilnehmer/innen: Mit der Note 1,6 (nach Schulnoten gefragt) bewerten sie, wie ihnen die Jahrestagung insgesamt gefallen hat.


Drei Stimmen von (jungen) Teilnehmenden, die erstmals bei der Jahrestagung waren

„Toll, dass es so viel Freiraum für den Austausch gab. Zu erfahren, was die anderen machen, war sehr spannend für mich. Aber auch von den Projekten, die den Innovationspreis gewonnen haben, werden wir uns das eine oder andere abschauen.“
„Ich bin absolut positiv überrascht. Darüber zum Beispiel, dass viele jüngere Teilnehmende dabei sind. Schön zu sehen, dass es Nachwuchskräfte gibt mit Lust, mitzuwirken. Was nehme ich mit? Viel Euphorie für die tägliche Arbeit und viel Willen und Energie, Sachen umzusetzen. Für unsere Kooperation mit einer Hochschule weiß ich jetzt, wie wir das intensiver angehen können.“
“Es war eine tolle Sache, dass wir auf der bagfa-Jahrestagung in Trier so viele Menschen aus anderen Freiwilligenagenturen deutschlandweit kennenlernen konnten.

Zum 20. Geburtstag der bagfa: Festrede der Ministerpräsidentin von Rheinland Pfalz, Malu Dreyer, im Kurfürstlichen Palais von Trier

Foto: Harald Tittel

Foto: Harald Tittel

Foto: Harald Tittel

Foto: Harald Tittel

Foto: Harald Tittel

Foto: Harald Tittel

Foto: Harald Tittel

Foto: Harald Tittel

Foto: Harald Tittel

Foto: Harald Tittel

Foto: Harald Tittel

„Wir brauchen in diesen unruhigen Zeiten mehr denn je eine aktive, selbstbewusste, engagierte Zivilgesellschaft. Und hierfür ist Ihre Arbeit wichtig und unersetzlich.“
Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz

Ein schmucker Rokokosaal, üppige Kronleuchter, feine Ornamente: Festlicher konnte der Rahmen nicht sein. Der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin war es aber spürbar ernst damit, den altehrwürdigen Raum nicht nur zur Laudatio zu nutzen, sondern auch für Botschaften zu hochaktuellen Herausforderungen.

Zuerst aber würdigte die Ministerpräsidentin Malu Dreyer eingehend die Arbeit der Freiwilligenagenturen, um dann unter anderem die besondere Einsatzbereitschaft ihrer Landsleute zu erläutern. 48 Prozent der Menschen im Land engagierten sich ehrenamtlich und damit weit mehr Menschen als im Bundesdurchschnitt (43 Prozent). „Mit ihrem freiwilligen Engagement tragen sie zu einer Kultur der Solidarität, der Zugehörigkeit und des gegenseitigen Vertrauens bei. Sie alle verdienen dafür Respekt und Anerkennung“, unterstrich die Ministerpräsidentin.

Außerdem sprach die Ministerpräsidentin die Entwicklung an, dass immer mehr Geld und Bezahlung Einzug in die Ehrenamtsförderung hält: „Natürlich soll realer Aufwand erstattet werden. Aber im Kern ist und sollte das Ehrenamt unentgeltlich bleiben. Zu dieser Frage gibt es bislang keine einheitliche Position. Deswegen brauchen wir hierzu eine gesellschaftliche Debatte, aus der Leitplanken und gemeinsame Orientierungspunkte entstehen.“

Vor allem aber stellte sie die vielen Bedeutungen des bürgerschaftlichen Engagements heraus, nicht zuletzt als Fundament für Demokratie und gesellschaftliche Innovationen. Hier einige Aussagen aus Ihrer Rede:

  • Bürgerschaftliches Engagement ist für uns unersetzlich, denn es übernimmt Aufgaben, die kein auch noch so gut ausgestatteter Sozialstaat bewältigen kann.
  • Es gibt keine gesellschaftspolitischen Bereiche mehr, wo bürgerschaftliches Engagement keine wichtige Rolle spielt.
  • Freiwillige sorgen für eine Kultur der Solidarität und auch für eine Kultur des respektvollen Miteinanders.
  • Freiwilliges Engagement ist immer auch Demokratieentwicklung, nicht zuletzt weil es Menschen ermöglicht, sich in ihrer Persönlichkeit zu entwickeln.
  • Freiwillige sind häufig Treiber für die Politik und manchmal unbequem, was angemessen ist.
  • Eine gewisse Struktur ist nötig, damit Engagement gut läuft.
  • Zwang, Verpflichtung und Indienstnahme sind nicht der richtige Weg (in Bezug auf die Diskussion um eine freiwilliges Pflichtjahr)

Zum Abschluss ihrer Rede unterstrich die Ministerpräsidentin noch einmal die Bedeutung der Freiwilligenagenturen: „Ihre Arbeit hat eine unschätzbare demokratie-politische Relevanz. Engagementpolitik ist immer auch Demokratiepolitik.“

Zum Auftakt des feierlichen Teils im Kurfürstlichen Palais hatte Birgit Bursee, die erste Vorsitzende der bagfa e.V., zu 20 Jahren Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen gesprochen und unter anderem gesagt:

„Freiwilligenagenturen werden wahrgenommen und ernst genommen. Wir liefern Impulse und neue Ideen. Dass das funktioniert, ist auch ein Verdienst der bagfa e.V.“
Birgit Bursee

Was lässt sich aus der Geschichte des Engagements für heute und morgen lernen? Vortrag von Prof. Dr. Paul Stefan Roß

Zu einem runden Geburtstag wie 20 Jahre bagfa e.V. gehören Rückblicke, auch um sich klarzuwerden, wie es weitergehen kann. Zuerst lud Prof. Dr. Paul-Stefan Roß, Duale Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart, zu einer Zeitreise ein, in die Geschichte des Engagements seit dem 19. Jahrhundert.

Seine Hauptthese: Das Engagement wandelt sich mit den gesellschaftlichen Verhältnissen. Allerdings lösen sich markante Formen des Engagements, wie sie für bestimmte Phasen kennzeichnend waren, nicht vollständig auf. Auch wenn neue Entwicklungen auftreten, lebt davon viel bis heute weiter und ist uns quasi als Erbgut mitgegeben sind.


Präsentation von Paul-Stefan Roß


Wie wandeln sich historisch die Ideen über das Engagement für die Gemeinschaft? Vortrag von Prof. Dr. Claudia Ritzi

Freiwilliges Engagement ist ein modernes Konzept, aber auch das hat seine Vorläufer. Das machte Prof. Dr. Claudia Ritzi von der Uni Trier klar, indem sie die ideengeschichtlichen Horizonte abschritt. Passend zu Trier, das fast mal die Hauptstadt des Römischen Reichs geworden wäre, kommt sie schnell auf die res publica zu sprechen.

Natürlich, auch die attische Demokratie sah schon vor, dass Bürger (aber nicht Frauen, Unterworfene und Sklaven) sich um die öffentlichen Dinge kümmern sollten. Aber auch im Römischen Reich lautete der Deal: Man hat ein Recht auf Mitbestimmung, soziale Leistungen – aber dafür auch die Pflicht, sich tugendhaft zu verhalten, zum Gelingen des öffentlichen Lebens beitragen und die Ordnung anzuerkennen.

Gemeinschaftsorientiertes Handeln war nicht Ausdruck einer freien Entfaltung des Ichs, sondern eine Norm, es gehörte sich einfach so.


Präsentation von Prof. Dr. Claudia Ritzi.


Wie kommt das Neue in die Welt bzw. in Organisationen? Vortrag von Thomas Wendt

Riesige gesellschaftliche Herausforderungen lassen nicht viel Zeit, sich selbst zu feiern. Freiwilligenagenturen müssen und wollen darauf eingehen – und sich deshalb selbst immer wieder verändern. Welche Wege man prinzipiell einschlagen kann, erklärte Thomas Wendt, Organisationspädagoge an der Universität Trier, als Vertretung für Prof. Dr. Andreas Schröer.

Es ist kein Geheimnis: Oft wird in Organisationen eher ein Neben- als ein Miteinander arrangiert. Alles wird aufgeteilt in Aufgaben. Das macht Organisationen leistungsfähig, aber schränkt sie auch ein.

Vor allem geraten so die Menschen aus dem Blick, um die es geht. Haben sie die Aufteilungen in Routinen verfestigt, werden Organisationen unbeweglich – bis hin zur starren Abwehr alles Neuen.


Präsentation von Thomas Wendt


Workshops

Die Idee der diesjährigen Workshops und Exkursionen war es, Verbindungen und Beziehungen der Freiwilligenagenturen zu „neuen“ und „traditionellen“ Themen unter die Lupe zu nehmen: Was bedeutet es, in den jeweiligen Feldern aktiv zu sein oder zu werden? Was wird gebraucht? Was hat sich verändert? Welche Herausforderungen zeigen sich? Und vor allem: Welche Chancen und Potenziale ergeben sich?

Klimaschutz

Ohne die zivilgesellschaftlichen Organisationen wird es keinen ausreichenden Klimaschutz geben. Was können sie und Freiwillige(nagenturen) spezifisch beitragen?

  • Die Bereitschaft ist da: Gut jeder zweite, so das Ergebnis einer Umfrage, die im Input vorgestellt wurde, kann sich ein Engagement für Umwelt- und Naturschutz vorstellen.
  • Alle sind gefordert – auch aus eigener Betroffenheit. So fragen sich Landessportbünde etwa, wie künftig Sportmachen möglich ist, und rufen zu der Aktion „Sports for Future“ auf.
  • Klimaschutz wird auch nur gelingen, wenn alle mitwirken – und wenn man Spaltungen und Konkurrenzen vermeidet. Freiwilligenagenturen haben auch hier die Rolle, zwischen Akteuren zu moderieren, wenn sie in Konflikt kommen.
  • Gefragt sind viele Formen von Engagement – auch informelle Einzelinitiativen, von der Nutzung eines Lastenrads bis zu und verschiedenen Formen des Protests. Unklar ist noch, was die Verbindungen und Wechselwirkungen der diversen Ebenen sind.
  • Wichtig bleiben klassische Aufgaben von Freiwilligenagenturen: das Vernetzen von neuen und alten Akteuren und von Akteuren in unterschiedlichen Bereichen und aus verschiedenen Generationen – und das Sichtbarmachen des Engagements.

Referent/innen: Charlotte Ruhbaum (Stiftung Mercator GmbH) und Wolfgang Krell (Freiwilligen-Zentrum Augsburg)

Präsentation von Charlotte Ruhbaum


Vereine

Die Zusammenarbeit von Freiwilligenagenturen und Vereinen bleibt ein Dauerbrenner – aber wie lässt sie sich gestalten?

  • Wer bürgerschaftliches Engagement fördern will, muss Vereine unterstützen und beraten, sind sie doch die bekannteste bzw. etablierteste Form von Zivilgesellschaft
  • Dafür braucht es einen genauen Blick auf die Gegebenheiten vor Ort. Vereine sind so heterogen, dass es nicht die eine Strategie gibt, um sie zu erreichen und zu unterstützen.
  • Transparenz, Offenheit und Kooperation sind dabei wichtiger denn je. Zu vermeiden dagegen jede Arroganz des eigenen Theoriewissens und die Haltung des „Ich weiß, wie es geht“.
  • Freiwilligenmanagement ist und bleibt ein heißes Eisen: In vielen Vereinen noch nicht etabliert, aber aus Sicht der Freiwilligenagenturen essentiell wichtig.
  • Vereine zukunftsfähig machen bedeutet oft: strukturelle Neuerungen einzuleiten, auch während alte Strukturen noch stark verankert sind. Um Nachwuchs einzubinden, braucht es generationenübergreifendes und -sensibles Engagement.
  • Wichtig auch, ein gemeinsames Verständnis von bürgerschaftlichem Engagement zu eruieren – als Grundlage für die Klärung, worum es eigentlich geht.

Referentinnen: Gaby von Rhein (Freiwilligenagentur im Landkreis Regensburg) und Beatrix Hertle (lagfa bayern e.V.)

Präsentation von Gaby von Rhein zur Vereinsschule im Landkreis Regensburg
Zusammenfassung der bagfa-Umfrage zur Unterstützung von Vereinen durch Freiwilligenagenturen


Digitalisierung

Wie können Freiwilligenagenturen mit den Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung sicher und selbstbestimmt umgehen?

  • Schnell wird klar: Digitalisierung bedeutet mehr als die Nutzung digitaler Tools. Da sie alle Arbeitsbereiche betrifft, sollte sie bereits in der Organisationsentwicklung verankert werden.
  • Digital besonders affin, bringen junge Zielgruppen neue Anforderungen mit. Freiwilligenagenturen müssen sich dem noch mehr öffnen und bestehende Hürden abbauen.
  • Hilfreich für viele Agenturen wäre mehr Austausch mit den verschiedenen, teilweise neuen, digitalen „Playern“, um Expertise und Erfahrungen miteinander zu teilen.
  • Der Austausch von „digitalen best practices“ unter den Freiwilligenagenturen kann noch weiter vorangetrieben werden.
  • Dauerbrenner Datenschutz: Es bedarf der regelmäßigen Reflektion, welche Daten von Freiwilligenagenturen tatsächlich erhoben werden müssen. Stichwort Datensparsamkeit!

Referent/innen: Sulamith Fenkl-Ebert (Freiwilligenagentur Halle-Saalkreis) und Henning Baden (Deutschland sicher im Netz)

Präsentation von Henning Baden
Präsentation von Sulamith Fenkl-Ebert


Diversity

Diversity ist mehr als ein Schlagwort, sondern für vielfältige Gesellschaften eine unerlässliche Leitorientierung. Was bedeutet das für die tägliche Arbeit von Freiwilligenagenturen?

  • Oft wird Diversity mit dem Begriff der interkulturellen Öffnung gleichgesetzt. Das greift zu kurz, denn Diversity geht über kulturelle Merkmale hinaus und meint viel klarer das Miteinander aller Menschen, unabhängig von allen Aspekten von Aussehen, Behinderung, Geschlecht, Kultur etc.
  • Wer sich diverser aufstellen will, muss mit neuen Konflikten und Missverständnissen rechnen. Bestimmte Aspekte müssen anders beredet werden.
  • Freiwilligenagenturen können schauen, wie sie Anlässe stiften und Orte und Räume schaffen, in denen diversity gelebt wird.
  • Wie aber Diversity in Organisationen bringen, die dafür als verschlossen gelten? Ein prinzipieller Ansatz: Immer eher das Gemeinsame suchen als an das anzuknüpfen, was Menschen voneinander trennt.
  • Hilfreich auch, von Merkmalen der ethnisch-kulturellen Herkunft ganz wegzukommen und Menschen als Angehörige unterschiedlicher sozial-kultureller Lebenswelten zu beschreiben.

Referentinnen: Yinka Kehinde (Trainerin) und Eva-Maria Antz (Stiftung Mitarbeit)

Workshop Dokumentation hier.


Informelles Engagement

Kurzzeitig, frei, ungebunden, einfach machen, aber nicht allein: Das sind Attribute, mit denen informelles Engagement umschrieben wird. Aber was genau verbirgt sich dahinter – und was folgt daraus?

Aufgrund der kurzfristigen Erkrankung des Workshopleiters galt es hier zu improvisieren. Eine zentrale Erkenntnis kam dennoch schnell zutage: wie viele und wie unterschiedliche Verständnisse dazu im Umlauf sind, was unter informelles Engagement gefasst wird. Vielleicht passend zu dem noch schwer greifbaren Phänomen im Zwischenreich von privatem und gemeinnützigen Handeln gab es hier noch keinen Konsens – und dadurch auch nicht zu Wegen, es praktisch zu erschließen. So bleibt weiter zu fahnden nach möglichen Umgangsweisen, Türöffnern und Unterstützungsmöglichkeiten für diejenigen, die „einfach machen“ wollen.

Referentin: Birgit Bursee (Freiwilligenagentur Magdeburg e.V. und bagfa Vorstand)


Exkursionen und Stadttouren

Die Stadt Trier erwies sich als großartiger Tagungsort, den die Teilnehmenden auf drei Exkursionen zu besonderen Trierer Engagementorten sowie durch fünf verschiedene thematisch begleitete Stadttouren besser kennenlernen konnten.
Besucht wurden das Multikulturelle Zentrum Trier, der Verein Lokale Agenda 21 Trier und das queere Zentrum SCHMIT-Z.

Hier einige Impressionen von den Stadttouren am Nachmittag, bei denen unter anderem “dreij Trierer Mädercher” druch die historische Altstadt führten:

Foto: bagfa e.V.

Foto: bagfa e.V.

Foto: bagfa e.V.


Kurzworkshops

In acht Kurzworkshops konnten die Teilnehmenden auch am letzten Veranstaltungstag noch einmal neue Impulse sammeln.


Verleihung des Innovationspreises 2019

Foto: Harald Tittel

Foto: Harald Tittel

Foto: Harald Tittel

Foto: Harald Tittel

Foto: Harald Tittel

Foto: Harald Tittel

Foto: Harald Tittel

Foto: Harald Tittel

Foto: Harald Tittel

Foto: Harald Tittel

In ganz besonders feierlicher Atmosphäre, in den historischen römischen Thermen am Viehmarkt, wurde traditionell am ersten Tagungsabend der Innovationspreis für Freiwilligenagenturen verliehen. Insgesamt sechs Freiwilligenagenturen, die sich zuvor unter dem Motto “Die Jugend von heute… für morgen” einer Online-Abstimmung unter den bagfa Mitgliedern gestellt hatten, wurden ausgezeichnet. Mehr Informationen zu den Preisträgern und den ausgezeichneten Projekten finden Sie hier.


QMS Siegelverleihung

Der feierliche Rahmen in den Trierer Viehmarktthermen kam auch für die Verleihung des bagfa Qualitätssiegels für Freiwilligengenturen mehr als gelegen. Insgesamt elf Freiwilligenagenturen erhielten das neue Siegel und belegen damit ihre gute Arbeit als lokale Anlauf-, Beratungs- und Vernetzungsstellen für bürgerschaftliches Engagement.
Um mehr über die diesjährigen Siegelträger und das QMS zu erfahren, klicken Sie hier.


Verleihung des “Wünsch-Dir-Was”-Preises der Dr. Jürgen Rembold Stiftung.

Da alle guten Dinge bekanntlich mindestens drei sind, wurde es auch am letzten Veranstaltungstag noch mal spannend, denn eine weitere Auszeichnung stand an. Vom Stifter Dr. Jürgen Rembold persönlich wurde zum zweiten Mal der “Wünsch-Dir-Was”-Preis für Freiwilligenagenturen verliehen, mit dem individuelle Ideen und Projekte gefördert werden, die zur Stärkung von Freiwilligenagenturen beitraagen.

Eine E-Rikscha, ein mobiler Infostand, ein Care-Walk… Wo diese Projektideen im kommenden Jahr umgesetzt werden, können Sie hier nachlesen.


Kulturabend

Wie in jedem Jahr endete der zweite Veranstaltungstag mit dem traditionellen bagfa-Kulturabend und vielen bunten, kreativen und wirklich beeindruckenden Beiträgen vom Kulturabend-Team sowie von verschiedenen Freiwilligenagenturen.


bagfa Vorstand

Auf der Mitgliederversammlung des bagfa e.V. wurde der Vorstand für eine weitere Amtszeit wiedergewählt.
Von links nach rechts: Carsten Müller-Meine, Hans Lucas, Birgit Bursee, Wolfgang Krell, Anneke Gittermann, Jochen Gollbach.


HINWEIS: Die nächste Jahrestagung findet vom 4. bis 6. November 2020 in Gelsenkirchen statt.

Vielen Dank an unsere Förderer!

Fotos Viehmarktthermen und Kurfürstliches Palais: Harald Tittel
Tagungsfotos: Katja Bernardy