29.04.2024

Ein Mittag im Freiwilligenzentrum Offenbach: Begegnungen, Fahrradrikschas und Offentierchen

Start unserer Jubiläumstour „Bagfa on Tour – 25 Jahre Begeisterung für Engagement“: Am 1. März 2024 besuchte die bagfa die Kolleg:innen des Freiwilligenzentrums Offenbach. Zunächst trafen wir uns im Büro des Zentrums und erhielten eine erste Einführung in die zahlreichen Projekte und Tätigkeiten der Kolleg:innen. Seit 2020 ist Offenbach etwa Teil des Netzwerks “Engagierte Stadt”: Unter diesem Label werden Ideen gebündelt und Vernetzung zwischen unterschiedlichen Akteuren vorangetrieben. So entsteht eine lebendige Gemeinschaft, die sich in Offenbach insbesondere in Kooperationen (mit Unternehmen) zeigt. Beispielsweise bei den Adventsfenstern oder einem Unternehmensfrühstück.

Neben der Beratung von Engagierten setzt das Freiwilligenzentrum Offenbach eine Vielzahl von Projekten um: Von Fahrradrikschas, die erfolgreich durch Fundraising finanziert wurden, bis hin zu digitalen Stadtkarte, um barrierefreie Orte aufzuzeigen. Projekte wie die Integrationslots:innen fördern das Ankommen im Engagement. Lernbegleiter:innen und Lernbuddies unterstützen junge Menschen, ihre Bildungschancen zu verbessern. Die Liste lässt sich noch lange weiterführen, die Auswahl zeigt aber bereits die Vielseitigkeit der Projekte in Offenbach.

Nach einem ersten Kennenlernen der Agentur ging es weiter mit einem Mittagessen im Kiez. Hier zeigte bereits die enge Verbindung zwischen dem Freiwilligenzentrum und der Stadt. Gemeinsam saßen wir an einem langen Tisch tauchten in Gespräche über die Stadt ein.

Zurück im Freiwilligenzentrum erwartete uns eine ausgiebige Führung durch die großzügigen Räumlichkeiten – begleitet von einem Ratespiel! Das Freiwilligenzentrum Offenbach feierte im letzten Jahr sein 20-jähriges Jubiläum und veröffentlichte dazu Fotos seiner Mitarbeitenden – im Alter von 18 Jahren. Die Zuordnung der Gesichter zu den heutigen Personen gestaltete hierbei nicht immer einfach.

Dann stiegen wir tiefer in die Themen ein, welche die Kolleg:innen vor Ort beschäftigen: Wir sprachen über Projektarbeit, Digitalisierung, Finanzierung und die Vernetzung mit der Stadt sowie mit lokalen Unternehmen. Deutlich wurde hierbei: Im Alltagstrubel entstehen viele neue Projektideen.

Doch wann ist es sinnvoll, ein Konzept weiter zu verfolgen, und wann ist es besser, eine Idee doch nochmal in die Schublade zu packen? Die Offenbacher:innen haben dafür, angelehnt an das Qualitätsmanagementsystem (QMS) der bagfa, eine Checkliste entwickelt, die als Entscheidungshilfe dient.

Auch aktuelle politische Entwicklungen waren Thema des Besuchs. Natürlich spielen Demokratie und Vielfalt auch in einer Stadt wie Offenbach eine große Rolle. Das neue Projekt „Begegnungsinseln“ des Freiwilligenzentrums setzt genau an diesen Themen an: Hier treffen Menschen an Alltagsorten aufeinander und sollen ins Gespräch und in Austausch kommen. Ein solcher Ort kann beispielsweise eine Drogerie sein. Kleine Aktionen begleiten diese Begegnungen und animieren zum Gespräch. Zum Beispiel haben die Menschen die Möglichkeit ein Offentierchen zu häkeln – bunt und vielfältig wie das Stadtbild selbst.

Zwei Offentierchen als Prototypen

Das Freiwilligenzentrum Offenbach im Überblick:

  • Gründungsjahr: 2002
  • bagfa-Mitglied seit: 2007
  • Das bedeutet Engagement für euch:
    Zusammenhalt stärken. Durch Engagementförderung einen Beitrag zur Demokratieförderung leisten.
  • Das zeichnet eure Freiwilligenagentur aus:
    In die Stadt eingebunden sein!
  • In dieses Engagementfeld vermittelt ihr besonders:
    Bildung, Integration, Senior:innen
  • Auf welches eurer Projekte seid ihr besonders stolz:
    Integrationslot:innen, Riksha-Projekt, das ehrenamtliche Beratungsteam, Auszeit-Projekt