Zwischen Schwellen, Perspektiven und Umgang mit Kostenfragen im Engagement – Einblicke in den Thementag am 9. Februar.
Wie können wir Schwellen in ein Engagement abbauen? Wie können wir die Perspektive von armutsbetroffenen Menschen hierbei berücksichtigen? Und was muss eine Freiwilligenagentur dabei in der eigenen Arbeit beachten?
Rund 35 Kolleg:innen aus Freiwilligenagenturen diskutierten am 9. Februar 2026 diese und viele weitere Fragen. Beim bagfa-Thementag „Engagement – wer kann sich das leisten?“ in Offenbach standen Armut, soziale Ungleichheit und die Frage nach Zugängen in ein Engagement im Mittelpunkt. In den Gesprächs- und Austauschrunden wurde deutlich: Soziale Problemlagen unserer Gesellschaft wirken sich auch auf das Engagement aus. Im derzeitigen gesellschaftlichen Wandel sind Freiwilligenagenturen gefragt, armutsbetroffene und marginalisierte Menschen auch ein Engagement und Teilhabe zu ermöglichen, Kooperationen einzugehen sowie neue Formate und Ideen zur Förderung von Engagement zu entwickeln. Der Thementag fand in Kooperation mit dem Freiwilligenzentrum Offenbach e.V. (FzOF)statt.
Zum Start begrüßten Tobias Kemnitzer, Co-Geschäftsführer der bagfa die Teilnehmenden und mitwirkenden Gäste. Er betonte hier, wie wichtig Zuhören bei den anstehenden Diskussionen und Fragestellungen sei. Hier müssten Widersprüchlichkeiten ausgehalten werden, um Lebensrealitäten zu verstehen und verschiedene Perspektiven anzuerkennen. Auch Monika Pröse und Carolin Mauritz, Geschäftsführerin und Mitarbeiterin im FzOF, begrüßten zum Thementag: Sie verdeutlichten wie lebendig die Diskussion um Zugangschancen und Bezahlung im Engagement im Freiwilligenzentrum geführt werde – daher freue man sich auf den vertieften Austausch mit den Kolleg:innen.
Schwellen abbauen und Engagement für armutsbetroffene Menschen öffnen: Impuls von Prof. Dr. Anne van Rießen zum Vierten Engagementbericht
Nicht, wie können wir armutsbetroffene Menschen erreichen? Sondern: Wie können sie Institutionen, wie zum Beispiel Freiwilligenagenturen, selbst erreichen? Diese Frage stellte Prof. Dr. Anne van Rießen in ihrem Impuls besonders heraus. Beim Thementag gab die Professorin an der Hochschule Düsseldorf Einblicke in den Vierten Engagementbericht der Bundesregierung. Als Mitglied der Sachverständigenkommission war sie an der Entstehung des Berichts maßgeblich beteiligt.
Armut sei nicht bloß fehlende finanzielle Mittel, sondern auch eingeschränkter Zugang zu Bildungs-, Gesundheits- oder Wohnbedingungen, betonte van Rießen. Mit Blick auf die Zahlen verfügen armutsbetroffene Menschen insgesamt über eine reduzierte gesellschaftliche Teilhabe und fehlende Repräsentation in Politik und Gesellschaft. Diese soziale Ungleichheit spiegelt auch im Engagement wider. Die Professorin unterstrich hierbei: Nicht das fehlende Desinteresse, sondern unsichtbare Voraussetzungen und mangelnde Wirksamkeitserfahrungen führen zu niedrigeren Engagementquoten bei sozial benachteiligten Menschen. Es fehle ihnen an Zeit, Geld und Netzwerken.
Der Vierte Engagementbericht der Bundesregierung identifizierte insgesamt 13 sichtbare und unsichtbare Schwellen. Sie prägen die Zugangschancen in ein Engagement und stellen für marginalisierte Gruppen große Hürden dar.
Finanzielle Ressourcen stellen laut van Rießen eine große Schwelle dar, aber auch prekäre Beschäftigungsverhältnisse, fehlende Repräsentation oder eingeschränkte Zeitautonomie sind entscheidend. Auch mit Blick auf Förderung und Anerkennung gebe es Handlungsbedarf: Migrantisch geprägte und kleine Organisationen hätten weniger Zugang zu Fördermittel und auch informelles Engagement werde häufig nicht genügend Anerkennung und Wertschätzung entgegengebracht. Ungleichheit in unserer Gesellschaft präge so auch Engagement.
Die Präsentation zum Vortrag von Prof. Dr. Anne van Rießen ist hier als Download zu finden.
Für die Freiwilligenagenturen sieht Anne van Rießen einen klaren Auftrag: Sie können Zugänge öffnen und Entscheidungsräume teilen. Wichtig sei hier eine „machtsensible Engagementförderung“, in der Kompetenzen aufgebaut werden und Selbstreflektion stattfinde. So können laut der Professorin strukturelle Veränderungen mit Blick auf die identifizierten Schwellen angestoßen werden. Freiwilligenagenturen könnten als Ermöglichungsraum und Bridging-Akteur zu verschiedenen Teilen unserer Gesellschaft fungieren. Eine zentrale Frage, die van Rießen hierbei an die Agenturen stellt: „Die Frage ist nicht, ob armutsbetroffene Menschen sich engagieren wollen – sondern ob die Strukturen es ihnen erlauben.“
Drei „Takeaways“ aus dem Impuls von Prof. Dr. Anne van Rießen:
- Ungleichheit im Engagement ist eine Demokratiefrage, nicht „Ressourcenlücke“.
- Schwellen abbauen heißt Strukturen umbauen
- Freiwilligenagenturen können bridging systematisch leisten: Matching, Begleitung, Reichweite in soziale Gruppen, die sonst nicht erreicht werden.
Empfehlung zum Weiterlesen: Handreichung für Vereine „Bei uns können alle Mitmachen! – Wirklich?“ des Paritätischen Schleswig-Holstein mit Fokus auf armutsbetroffene Menschen und Schwellen im Engagement (direkter Download hier).
Mit Perspektivwechsel und Erfahrungswissen gemeinsam Gesellschaft gestalten: Gesprächsrunde zu Schwellen in der Praxis
Engagement soll inklusiver und diverser gestaltet werden. Doch wie zeigen sich die gezeigten Schwellen in der Praxis? Welche Perspektive haben Selbstorganisationen auf die Zugangschancen im Engagement? Und wie können Bedingungen und Kooperationen besser gestaltet werden? Diese und weitere Fragen beschäftigte eine Gesprächsrunde mit „Perspektivgebenden“ – also Organisationen, die aus Sicht von marginalisierten Gruppen, Migrant:innen und arbeitslosen Menschen berichteten – moderiert von Carolin Mauritz, Mitarbeiterin im FzOF.
Für Lydia Mesgina vom Projekt Moses – Jugend- und Sozialwerk e.V. habe Engagement eine wichtige Wirkungs- und Integrationskraft. Der Verein engagiert sich in verschiedenen Bereichen, etwa zur Unterstützung der eritreischen Community. Mesgina begrüßt, dass im Engagementbericht auch Perspektiven von marginalisierten Gruppen gezeigt werden, auch wenn sie die Bezeichnung als „neue Organisationen“ kritisiert. Migrantische Selbstorganisationen seien schon seit Jahrzehnten in Deutschland aktiv, ihr Engagement aber nicht ausreichend sichtbar.
Das liege auch an dem hohen Anteil informellen Engagements, dass migrantische Selbstorganisationen leisteten. Aufgrund der fehlenden Sichtbarkeit finde auch wenig Zusammenarbeit mit etablierten Akteuren der Engagementszene statt, wie zum Beispiel mit Freiwilligenagenturen. Die Diskussion um Bezahlung im Engagement, hält sie für eine „Luxus-Diskussion“, da informelles Engagement häufig unentgeltlich geleistet wird. Mittel für Aufwandsentschädigungen oder Auslagen seien meist nicht vorhanden.
Lydia Mesgina plädierte auch für eine stärkere Berücksichtigung von migrantischen Selbstorganisationen in der Verteilung von Fördergeldern, diese sollten in den Programmen stärker mitgedacht werden. Mit Blick auf die aktuelle gesellschaftliche Stimmungslage, in der marginalisierte Gruppen starker Diskriminierung ausgesetzt sind, wünsche sie sich, dass die Zivilgesellschaft gemeinsam eine demokratische und solidarische Gesellschaft gestalten – egal ob sogenannte „neue“ oder „alte“ Organisationen.
Stefan Lerach teilte im Gespräch die Perspektiven von arbeitslosen Menschen, die häufig von Armut betroffen seien. Er ist in der WALI e.V. in Wetzlar tätig: Was dort 1989 als Arbeitsloseninitiative begann, ist heute ein soziokulturelles Zentrum mit einer Vielzahl von Projekten, Beratungsangeboten und einem breiten sozialpolitischen und zivilgesellschaftlichen Engagement, das weit über die mittelhessische Kreisstadt hinausstrahlt. Die WALI sei aktiv in der Arbeitsmarktintegration, Gesundheitsförderung, Kultur-, Bildungs- und Gemeinwesenarbeit. Aus diesem Grund sei der Verein gut in der lokalen Engagementszene vernetzt und unterhalte eine starke Nähe zum Freiwilligenzentrum in Wetzlar, mit dem er vor einigen Jahren im Rahmen einer DSEE Förderung arbeitslose und armutserfahrene Menschen zu sogenannten Engagement-Coaches ausgebildet hat.
Gemeinsam mit weiteren Autor:innen beteiligten sich die Teilnehmenden der Gesprächsrunde an dem Beitrag „Engagement für Alle?!“ im Sammelband „Umbruch, Druck, Transformation? Gegenwart und Zukunft des Engagements“. Der Beitrag ist hier zu online zu lesen.
Er berichtete, dass Erwerbslosigkeit in den letzten Jahren häufig mit massiven gesellschaftlichen Vorurteilen und Stigmatisierung einher ginge, die tiefgreifende Auswirkungen auf die betroffenen Menschen hätten. Diese Zuschreibungen beeinflussten nicht nur die Gesundheit der Betroffenen, sondern wirkten sich auch negativ auf die Teilhabe am gesellschaftlichen Engagement dieser Gruppe aus. Zudem sei gesellschaftliches Engagement häufig noch ein „Mittelstandsprojekt“ und man müsse die Idee und die Möglichkeiten „hinter“ ehrenamtlicher Arbeit erst vermitteln. Dabei hätten Faktoren wie die unmittelbare Erfahrung von Selbstwirksamkeit starke positive Wirkungen auf Erwerbslose.
Mit Blick auf finanzielle Hürden im Engagement sagte Stefan Lerach: „Wer über Armut spricht, darf über Geld nicht schweigen“. Für viele armutsbetroffene Menschen spitzten sich finanzielle Fragen durch Inflation und Preisseigerungen massiv zu. Im Engagement sollte dies berücksichtigt werden, etwa durch Aufwandsentschädigungen oder Auslagenerstattung für die Aktiven. Lerach betonte: Die Schwellen müssten nicht nur abgebaut werden – es bräuchte auch Unterstützung und Begleitung für armutsbetroffene Menschen, um ein Engagement schlussendlich auch zu erreichen.
Das Kompetenzzentrum Vielfalt Hessen veröffentlichte 2025 den Leitfaden „Wandel gestalten – Wie kann diversitätssensibles, diskriminierungs- und rassismuskritisches Arbeiten im zivilgesellschaftlichen Engagement – und darüber hinaus – gelingen?“ der hier als direkter Download verfügbar ist.
In Hinblick auf Organisationen des Engagements wünschte er sich mehr Offenheit für die Belange von marginalisierten Gruppen, das kritische Reflektieren von eigenen Haltungen und Positionen sowie einen spielerischeren und kreativen Umgang mit Engagementangebote. Rassismus oder Klassismus müssten klar benannt werden – auch um das Teilhabepotenzial von Engagement zu stärken.
Von Projekten, Beratungsarbeit und die Frage nach Bezahlung: Im Gespräch mit Freiwilligenagenturen
Nach den Perspektiven von marginalisierten und armutsbetroffenen Gruppen, teilten Mitarbeiter:innen auf Freiwilligenagenturen einige Einsichten aus ihrer Arbeit. In einem Gespräch – moderiert von Jannik Sohn (bagfa e.V.) gaben sie Einblicke in Projekt-, Netzwerk und Beratungsarbeit und ihren Umgang mit Schwellen zu einem Engagement sowie Fragen der Monetarisierung.
Die Freiwilligenagentur Magdeburg versucht auf vielfältige Weise, Menschen in ein Engagement zu begleiten, wie Leiterin und bagfa-Vorsitzende Birgit Bursee berichtete. Die Arbeit der Agentur sei auch durch Projekte geprägt, Menschen mit Zugangsschwierigkeiten, etwa aufgrund von psychischen Erkrankungen für ein Engagement zu gewinnen. Hier helfe es auch, Tabus zu durchbrechen und bei möglichen Einsatzstellen Aufklärungsarbeit zu leisten. Laut Bursee setzt die Freiwilligenagentur verschiedene Formate um, etwa Mitmach-Aktionen als Kurzzeitengagement, um unterschiedliche Menschen zu erreichen und Schwellen abzubauen. Hierfür nutzen sie auch eine App, um unkompliziert und direkt für die Aktionen zu werben.
Mit Blick auf Monetarisierung im Engagement, seien insbesondere Stundenentgelte unterhalb der Mindestlohngrenze problematisch, da damit auch prekäre Beschäftigungen mit dem Etikett Ehrenamt verschleiert würden. Vielmehr sei es wichtig, sich auf Auslagen- und Kostenerstattung zu fokussieren – und auch Vereine dahingehend zu beraten. Hier seien oft auch (steuer)rechtliche Kenntnisse gefragt. Würden Menschen nach Zuverdiensten suchen, könne eine Freiwilligenagentur Verweisberatung tätigen oder gemeinsam Möglichkeiten wie ein Bundesfreiwilligendienst zur beruflichen Integration besprechen.
Carolin Mauritz, Praxis-Post-Doc im Forschungsprojekt „Geld im Engagement“ und Mitarbeiterin des Offenbacher Freiwilligenzentrums, zeichnete eine komplexe Debatte zu Aufwandsentschädigungen im Engagement nach. Selten gebe es hierzu eine klare Haltung. Insgesamt fehle es laut Mauritz an Wissen und Daten. Mit dem Freiwilligenzentrum Offenbach startete sie einen Prozess, um teamintern eine Haltung zu den vielschichtigen Fragen von Geld im Engagement zu finden und Schwellen für Freiwillige abzubauen. Im ersten Schritt wurden im Team des Zentrums Haltungsfragen diskutiert und mögliche Szenarien besprochen – etwa wie mit Anfragen für bezahltes Engagement umgegangen wird. Außerdem wurde die eigene Beratungsarbeit beleuchtet: Wie wird auf finanzielle Fragen reagiert, wie transparent werden fehlende Auslageerstattungen gemacht? Wie werden Aufwandsentschädigungen thematisiert? Auch Organisationen werden dahingehend sensibilisiert: und obwohl viele Einsatzstellen keine finanziellen Mittel für Aufwandsentschädigungen zur Verfügung stellen können, sei es im Zuge eines gelingenden Freiwilligenmanagements wichtig, über die Relevanz von Kostenerstattungen und Aufwandsentschädigungen für Freiwillige zu sprechen.
Weitere Informationen zum Praxis-Forschungsprojekt „Bezahlung im Engagement“ sind hier zu finden.
Für Carolin Mauritz sei klar: Engagement dürfe nicht für die Zahlung geringer Löhne instrumentalisiert werden. Doch Aufwandsentschädigungen könnten ihrer Meinung nach helfen, Engagement zu ermöglichen – vor allem, aber nicht nur für armutsbetroffene Menschen. Hier müsse man den gesellschaftlichen Veränderungen Rechnung tragen: Prekarisierung habe in den letzten Jahren klar zugenommen. Da Engagement wichtige Teilhabe bedeutet, müsse man unterschiedliche Wege in Betracht ziehen, es zu ermöglichen.
Zum Abschluss gab Katja Kirsch Einblicke in die Projektarbeit der Freiwilligenagentur Marburg-Biedenkopf. Mit dem „Freiwilligendienst aller Generationen“ bietet die Agentur die Möglichkeiten für Engagement mit einer Aufwandsentschädigung an. Das Angebot wird vor allem von armutsbetroffenen Menschen genutzt, etwa Migrant:innen, Studierende, Arbeitslose oder auch Rentner:innen. So werde der Einstieg in ein Engagement erleichtert, der gleichzeitig Teilhabe –auch für den ersten Arbeitsmarkt – ermöglicht. In dem Freiwilligendienst können Menschen ab 16 Jahren tätig werden, sie engagieren sich dabei für mindestens 6 Monate, zehn bis 15 Stunden pro Woche. Ein weiteres Projekt im Portfolio der Freiwilligenagentur: Die Engagement-Lots:innen. In dem Hessenweiten Projekt werden Freiwillige unterstützt, Projekte umzusetzen, Qualifizierungen zu ermöglichen und Aufwände zu erstatten. Dies ermögliche, dass Freiwillige nicht Geld „mitbringen“ müssten. Dies ist laut Katja Kirsch eine wichtige Haltung der Freiwilligenagenturen Marburg-Biedenkopf: die Agentur selbst erstattet grundsätzlich Kosten ihrer eigenen Engagierten und thematisiert in der Beratung offen mögliche Kosten und Erstattungen in den Einsatzstellen.
Wie Freiwilligenagenturen Engagement ermöglichen und was sie brauchen: Austausch in Kleingruppen
Wie die Gesprächsrunde zeigte, haben Freiwilligenagenturen unterschiedliche Ansätze, um Hürden in ein Engagement abzubauen. Sie teilen ähnliche Haltungen beim Thema Bezahlung, Kostenerstattungen und Monetarisierung, gehen dabei auch beratend und sensibilisierend mit den Themen gegenüber Freiwilligen und kooperierenden Organisationen um. Eine zunehmende Funktionalisierung des Engagements lehnten die gezeigten Agenturen ab. Die Gesprächsrunden und die Impuls des Thementags hielten also einige Inspiration für den Austausch untereinander bereit. In Kleingruppen diskutierten die Teilnehmenden Strategien zum Abbau von Schwellen, was hierfür nötig ist und wo noch Unklarheiten herrschen.
Die Ergebnisse der Gruppenarbeit zeigt diese Fotodokumentation:
Ausblick: Mit Haltung gesellschaftlichem Wandel begegnen
Über den Thementag lassen sich viele Einsichten festhalten. Klar wurde: Unsere Gesellschaft ist geprägt von zunehmenden sozialen Problemlagen. Eine ungleiche Gesellschaft spiegelt sich auch im Engagement wider. Freiwilligenagenturen können sich mit ihren Angeboten, Projekten, Netzwerken und Kooperationen auf diesen Wandel einstellen: Hierfür braucht es klare Haltungen, einen sensiblen Blick auf Perspektiven von marginalisierten und armutsbetroffenen Menschen und kreative Ideen, um Angebote, Formate und Kooperationen weiterzuentwickeln.
Gleichzeitig wird an Freiwilligenagenturen und Engagement viele Anforderungen gestellt – verschärft wird eine mögliche Überforderung auch durch knappe Haushaltskassen und multiple Krisen. Auch aus diesem Grund ist eine solidarische, offene Haltung wichtig – und sich in die Diskussionen um Schwellen, Monetarisierung und Zukunftsfragen des Engagements aktiv einzubringen.
Alle Fotos: Freiwilligenzentrum Offenbach