12.10.2026  //  Digital via Zoom

bagfa-Arbeitsforum „Eine Frage des Geldes? Wie Freiwilligenagenturen mit Monetarisierung im Engagement umgehen“

„Wir sehen durch die vermehrten Geldzahlungen an Engagierte die Kultur der Freiwilligkeit und den Wert des bürgerschaftlichen Engagements in Gefahr, da Geldzahlungen den freiwilligen und partizipatorischen Charakter von Engagement und den damit verbundenen Wert für unsere Gesellschaft in Frage stellen.“

So schrieb die bagfa in ihrer Handreichung „Monetarisierung im Engagement – Was tun?“ aus dem Jahr 2015. In der letzten Dekade ist viel passiert: Digitalisierung, Corona-Pandemie und Krisenphänomene haben nicht nur die Gesellschaft verändert, sondern auch das freiwillige Engagement. Informelles Engagement, Nachbarschaftshilfe oder Kurzzeitengagement prägen den Charakter des freiwilligen Engagements und beschäftigen Freiwilligenagenturen in ihrer Arbeit, die ganze Breite des Engagements zu würdigen und zu fördern.

Außerdem hat der Vierte Engagementbericht ungleiche Zugangschancen ins Engagement thematisiert und fragt im Hinblick auf Armutslagen von Engagierten: Wer kann sich Engagement „leisten“? Auch in der Engagementstrategie der Bundesregierung heißt es, „materielle Anerkennungsformen für Engagement im Lichte der Bedürfnisse der Engagierten“ zu prüfen und fortzuentwickeln.

Wie positionieren wir uns also als Freiwilligenagenturen? 2024 verabschiedeten die Teilnehmenden der bagfa-Jahrestagung die Kasseler Positionen. Eine lautete: „Freiwilligenagenturen stehen für unentgeltliches Engagement“. Hier wurde auch der Anspruch erhoben, dass sie sich mit ihren Erfahrungen intensiv in Diskussionen um Geldzahlungen, Folgen der Monetarisierung und Zugangsbarrieren einbringen. Eine aktuelle bagfa-Umfrage unter den Freiwilligenagenturen zeigt, dass Fragen der Monetarisierung im Arbeitsalltag der Freiwilligenagenturen weiterhin viele Kolleg:innen bewegen. Wie können wir Zugangshürden abbauen und Engagement in seiner ganzen Vielfalt stärken und anerkennen? Und wie können wir Engagement vor Funktionalisierung und Vereinnahmung schützen – gerade in Zeiten von Kürzungen und gesellschaftlicher Unsicherheit?

Beim bagfa-Arbeitsforum möchten wir die Diskussionen der letzten Jahre im Spiegel von Veränderungen und Wandel weiterführen. Dabei öffnen wir den Raum für Dialog, Expertise und unterschiedliche Perspektiven auf Schwellen, Zugangschancen und Engagement.

Weitere Infos

Uns ist es wichtig, Menschen mit und ohne Behinderung eine Veranstaltungsteilnahme zu ermöglichen. Bitte nehmen Sie Kontakt zu uns auf, um individuellen Unterstützungsbedarf zu klären.

Veranstaltungsinfos

12.10.2026 ab 10:00 bis 13:00 Uhr

Ort

Die Veranstaltung wird als Zoom-Meeting stattfinden. Für die Teilnahme sind Laptop bzw. PC mit Kamera und Mikro sowie eine stabile Internet-Verbindung notwendig. Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Ihrer Anmeldung einen Tag vor der Veranstaltung.

Wir haben uns für die Verwendung von Zoom als Videokonferenz-Tool entschieden, da hier die benutzerfreundliche Oberfläche und die stabile und gute Qualität bei Videoübertragungen überzeugt. Da uns Datenschutz und Datensicherheit sehr wichtig sind, treffen wir als Meeting-Gastgeber:in alle uns zur Verfügung stehenden Vorkehrungen, um die Meetings für alle Teilnehmer:innen sicher zu gestalten. Die Datenschutzbestimmungen von Zoom finden Sie hier.

Teilnahmebeitrag

Die Veranstaltung ist kostenlos.

Anmeldeschluss

09.10.2026