die gesetzlich verbriefte Gleichstellung der Geschlechter ist für uns heute selbstverständlich. Was wir dabei oft vergessen: Sie ist erkämpft worden. Die Frauen*rechtsbewegung ist ein erfolgreiches Beispiel dafür, wie zivilgesellschaftliches Engagement die Gesellschaft zum besseren verändern kann – tiefgreifend und nachhaltig. Obwohl viel erreicht worden ist, sind wir keinesfalls am Ziel, dass zeigen nicht nur der Gender-Pay-Gap, die Unterrepräsentation in Führungspositionen, sondern auch die steigenden Zahlen von Gewalt gegen Frauen*. Hinzu kommt die vermehrte Rückkehr zu traditionellen Familien- und Geschlechterbildern. Welche Rolle spielt feministisches Engagement aktuell innerhalb der Zivilgesellschaft? Ist das Ziel von Geschlechtergerechtigkeit sowie der Abbau von Diskriminierungen und Hürden für Mädchen* und Frauen* hier Thema? Und wenn ja in welchem Umfang? Und wie steht es um die Strukturen und Arbeitsbedingungen innerhalb der Organisationen?
Diesen und weiteren Fragen gehen wir gemeinsam mit Dr. Siri Hummel nach – in unserem nächsten Digitaltalk aus der Reihe „55 Minuten“. Unter anderem beleuchten wir die Frage, welche Akteure sich für feministische Ziele engagieren und wie diese finanziert sind. Außerdem fragen wir, was Freiwilligenagenturen konkret tun können, um Geschlechtergerechtigkeit innerhalb ihrer Organisation und ihrer Tätigkeit zu stärken.
Zur Person:
Die Politik- und Kommunikationswissenschaftlerin Dr. Siri Hummel ist Direktorin des Maecenata Instituts für Philanthropie und Zivilgesellschaft. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Demokratie und Zivilgesellschaft sowie Gleichstellung in der Zivilgesellschaft und Stiftungsforschung. Im Rahmen des Forschungsprojektes „Nachgezählt: Die Finanzierung feministischer und gleichstellungsorientierter Zivilgesellschaft“ veröffentlichte sie mit weiteren Autorinnen kürzlich den ersten Teil der Studie mit dem Titel „Mapping und Einblicke in die Akteurslandschaft“.
Foto: Lisa Klisch
