Sind engagierte Menschen demokratischer eingestellt als nicht engagierte? Inzwischen ist das weit mehr als eine akademische Frage – ist doch auch die Zivilgesellschaft zunehmend gefordert, die Demokratie zu stärken und zu behaupten.
Bislang gab es kaum Daten zu den politischen Einstellungen von Freiwilligen. Jetzt liefert eine aktuelle Studie erste Antworten darauf, welche demokratischen Ressourcen sich im Engagement finden, aber auch welche autoritären Haltungen.
Gemeinsam mit der Universität Leipzig, die für die „Leipziger Autoritarismus Studie“ verantwortlich ist, hat die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt eine Sondererhebung durchgeführt und Ergebnisse in einem Arbeitspapier veröffentlicht.
Wir freuen uns, Dr. Julia Schlicht von der DSEE als eine der Autor:innen gewonnen zu haben, die in unserem Digitaltalk zentrale Befunde der Studie und weitere Fragen beantwortet.
- Was wissen wir über die mehr und die weniger demokratisch eingestellten Freiwilligen? Wie sind die Ergebnisse einzuordnen?
- Welche Schlussfolgerungen ergeben sich daraus, für Politik, Engagementförderung und Freiwilligenagenturen?
- Warum und wie fördert die DSEE Forschung über Engagement? Welche der bislang gewonnenen Einsichten sind für die Praxis besonders relevant?
Zur Person
Seit sie über „Einflussfaktoren von freiwilligem Engagement“ promoviert hat, war Dr. Julia Schlicht stets an der Schnittstelle von Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Staat tätig, etwa beim Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. oder beim Institut für angewandte Sozialwissenschaften Stuttgart. Bei DSEE leitet sie derzeit den Bereich Wissenstransfer und Forschung. Für sie gilt: „Empirie hilft, Engagementförderung und -politik nachhaltig zu gestalten.“
Foto: DSEE | Bundesfoto | Christina Czybik
