Aktuelle Debatten zeigen: Die Zivilgesellschaft steht stark im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit. Da sind auf der einen Seite Diskussionen rund um Neutralität, staatlicher Förderung und fehlende Ressourcen. Auf der anderen Seite werden aber auch starke Hoffnung mit Engagement und Zivilgesellschaft verbunden. Ihr Handeln, ihre Angebote und ihr Wirken sollen Zusammenhalt stärken, Demokratie fördern und multiple Krisen lösen. Doch wie blickt die Wissenschaft eigentlich auf zivilgesellschaftliches Engagement? Und welche Herausforderungen und Entwicklungen beobachten Forscher:innen derzeit?
Diesen und weiteren Fragen gehen wir mit Prof. Dr. Andrea Walter nach – in unserem nächsten Digitaltalk aus der Reihe „55 Minuten mit“. Gemeinsam mit weiteren Autor:innen gab Andrea Walter 2024 das Handbuch „Zivilgesellschaftliches Engagement und Freiwilligendienste“ heraus, dass eine umfassende Bestandsaufnahme der Zivilgesellschaft und Engagementförderung darstellt.
Neben Demokratie, Teilhabe und Zusammenhalt werden auch weitere Erwartungen an das Engagement gestellt, die wir im Gespräch beleuchten möchten. Hierzu zählt die Mitwirkung in der Daseinsvorsorge vor Ort. Daher werfen wir einen Blick auf das Verhältnis von kommunaler Daseinsvorsorge, Engagementförderung sowie Kooperationen zwischen Staat und Zivilgesellschaft. Doch wo Zivilgesellschaft handeln soll, stellt sich auch immer die Frage nach Ressourcen. Aus diesem Grund diskutieren wir außerdem aktuelle Zahlen aus einer Studie von ZiviZ im Stifterverband zur Bedeutung von Mikroförderungen.
Wir laden herzlich ein zu:
55 Minuten mit Prof. Dr. Andrea Walter über zivilgesellschaftliches Engagement und Herausforderungen der Daseinsvorsorge
Zur Person:
Prof. Dr. Andrea Walter ist Professorin für Politikwissenschaft und Soziologie an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung (HSPV) Nordrhein-Westfalen. Ihre Forschungsschwerpunkt liegen vor allem auf der Zivilgesellschaft, bürgerschaftliches Engagement und Fragen der Daseinsvorsorge. Dabei beschäftigt sie vor allem die Frage von Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Verwaltung und Zivilgesellschaft vor Ort. So forschte sie etwa gemeinsam mit dem Kreis Lippe als Praxispartner von 2021 bis Ende 2024 in dem Projekt „SROI – Social Return on Investment“ zur Sicherung des Ehrenamts für die Zukunft im ländlichen Raum.
